Logopädie
für Kinder und Erwachsene
in Schwabing und Maxvorstadt

Telefon: (089) 2800451

Logopädie

In meiner Praxis biete ich eine umfangreiche logopädische Versorgung bei Sprach-, Sprech-, Stimm- und myofunktionellen Störungen sowie bei Störungen der Nahrungsaufnahme. Dies beinhaltet Beratung, Diagnostik, individuelle Behandlungsplanung und Therapie.

Kinder

  • Sprachentwicklungsstörungen
  • Late Talker
  • Auditive Verarbeitungsstörungen
  • Aussprachestörungen
  • Myofunktionelle Störungen
  • Fütterstörungen
  • Verbale Entwicklungsdyspraxie

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist meist ein wichtiger Bestandteil der Kindertherapie. Die Interessen Ihres Kindes sowie seine individuellen Begabungen und Schwierigkeiten werden ganzheitlich berücksichtigt.

Erwachsene

  • Stimmstörungen
  • Zustand nach Kopf- und Halstumoren
  • Aphasien
  • Dysarthrophonien
  • Dysphagien
  • Myofunktionelle Störungen

Die Sprach- , Stimm- oder Schluckfunktion kann aufgrund von Krankheiten, nach Operationen, durch Unfälle oder andere Umstände beeinträchtigt sein. Hier erfahren Sie mehr.

Hausbesuche

Aufgrund von neurologischen Erkrankungen oder im Anschluss an einen Klinikaufenthalt, können manche Patienten nicht einfach in die nächstgelegene Praxis gehen. In solchen Fällen sind Hausbesuche möglich, sofern sie ärztlich verordnet sind.

Ihr Weg zur Logopädie

Sobald die Notwenigkeit für eine logopädische Therapie von einem Arzt festgestellt wurde, erhalten Sie eine so genannte Heilmittelverordnung, die Sie zum Logopäden mitbringen. Je nach Störungsbild und Belastbarkeit werden 30, 45 oder 60 Minuten 1-2 x pro Woche verordnet.

Behandlungskosten

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten bis zum 18. Lebensjahr vollständig. Erwachsene müssen eine Zuzahlung von 10% und eine Gebühr von 10 € pro Rezept leisten.

Bei privat Versicherten richtet sich die Kostenübernahme nach dem jeweils abgeschlossenen Vertrag zwischen dem Versicherten und der Kasse.

Informatives

Auditive Verarbeitungsstörung

Bei auditiven Verarbeitungsstörungen ist die Fähigkeit, akustische Reize weiterzuverarbeiten beeinträchtigt, obwohl das Hörvermögen intakt ist. So kann es für Betroffene z.B. schwierig sein, bei Hintergrundgeräuschen ein Gespräch mitzuverfolgen , ähnliche klingende Sprachlaute und Wörter zu unterscheiden oder akustische Informationen im Kurzzeitgedächtnis zu speichern. Dies kann zu einer Störung des Sprachverstehens und/oder zu Problemen beim Lesen und Schreiben führen. Unter Berücksichtigung der ärztlichen Diagnostik arbeiten wir an den betroffenen Teilbereichen der auditiven Verarbeitung.

Aphasie

Aphasien sind Störungen der Sprache im Erwachsenenalter aufgrund von Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Tumoren oder Abbauprozessen im Gehirn. Die sprachlichen Modalitäten (Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben) können in unterschiedlichem Ausmaß beeinträchtigt sein. Die Methode der Modalitätenaktivierung, bei der unterschiedliche sprachliche Aktivitäten miteinander verknüpft werden, um die betroffenen sprachlichen Leistungen zu reaktivieren, hat sich ebenso bewährt wie die Anwendung von Übungen zur Verbesserung sprachlicher Gedächtnisleistungen.

Dysarthrophonie

Bei einer Dysarthrophonie sind Steuerung und Ausführung der Sprechbewegungen, der Stimmgebung und der Sprechatmung beeinträchtigt. Es kommt zu einer unverständlichen, z.T. verwaschenen Aussprache, mit Heiserkeit, erhöhtem Luftverbrauch beim Sprechen und verändertem Sprechrhythmus. Ursachen sind Schädigungen des Nervensystems durch neurodegenerative Erkrankungen, Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma. In Abhängigkeit vom Krankheitsbild und der Belastbarkeit des Patienten, wird direkt am jeweiligen Symptom gearbeitet. Im Vordergrund stehen immer die Funktionen, die für den Patienten im Alltag am wichtigsten sind.

Dysphagie

Dysphagien sind Störungen des Schluckvorgangs aufgrund von neurologischen Erkrankungen, Tumoren oder nach Operationen. Der Transport von Nahrung oder Flüssigkeit in den Magen ist erschwert, kann aber in den meisten Fällen durch kompensatorische, restituierende und adaptive Maßnahmen verbessert bzw. wiederhergestellt werden.

Fütterstörung

Eine Fütterstörung ist eine Störung des Essverhaltens bei Säuglingen und Kleinkindern. Sie gehört zu den frühkindlichen Regulationsstörungen und äußert sich in einer deutlich verlängerten Fütterzeit, Stressreaktionen beim Füttern bis zur Verweigerung der Nahrungsaufnahme. Ursachen hierfür sind z.B. Sondenernährung, Intubation nach der Geburt, syndromale Erkrankungen oder Lippen-Kiefer-Gaumenspalten. Im Vordergrund stehen Elternberatung, die Behandlung von Schluckstörungen und Problemen der intraoralen Sensibilität sowie die Anbahnung des physiologischen Trinkens.

Kindliche Aussprachestörungen

Artikulationsstörung

Einzelne oder mehrere Sprachlaute oder Lautverbindungen werden ausgelassen oder durch andere Laute ersetzt. Ursache hierfür sind die „Sprechwerkzeuge“ (Zunge, Lippen, Gaumensegel), die den betroffenen Laut nicht korrekt bilden können. Da die Laute einer Sprache in einer bestimmten Reihenfolge erlernt werden, sollte individuell und in Abhängigkeit von Alter und Stand der Sprachentwicklung entschieden werden, ob an einem fehlgebildeten Laut schon gearbeitet werden muss.

Phonologische Störung

Zu Beginn der Sprachentwicklung machen Kinder Fehler bei der Verwendung von Sprachlauten, mit denen sie vorerst die Wortstruktur vereinfachen. Bis zum 4. Lebensjahr sollten diese Fehler überwunden sein. Über die Altersgrenze hinaus spricht man von einer phonologischen Störung, die sich dadurch auszeichnet, dass die einzelnen Sprachlaute richtig gesprochen, aber im Wort nicht korrekt verwendet werden. Als mögliche Ursachen werden vorübergehende Hörbeeinträchtigungen im Kleinkindalter, z.B. durch anhaltende Mittelohrentzündungen, oder Probleme in der zentralen Hör- und Sprachverarbeitung angenommen. Es werden Übungen zur auditiven Identifikation und Differenzierung von Sprachlauten durchgeführt.

Late Talker

Als Late Talker werden Kinder bezeichnet, die verspätet zu sprechen beginnen, im Alter von 24 Monaten weniger als 50 Wörter sprechen und noch keine Wortkombinationen bilden. Es ist keine Krankheit, Hörbeeinträchtigung etc. nachweisbar. Etwa die Hälfte dieser Kinder holt den Sprachentwicklungsrückstand bis zum 3. Geburtstag problemlos auf. Besteht der Rückstand zu diesem Zeitpunkt noch, handelt es sich um eine Sprachentwicklungsstörung. Es ist wichtig, möglichst frühzeitig mit der Therapie zu beginnen, da das Gehirn in bestimmten Altersphasen besonders empfänglich für den Erwerb sprachlicher Strukturen ist. Sind diese Phasen verstrichen, ist der Erwerb noch möglich, aber erschwert und er erfolgt mit größerem zeitlichen Aufwand.

Myofunktionelle Störung

Bei den myofunktionelle Störungen im orofazialen Bereich handelt es sich um eine Dysbalance innerhalb der Kau-, Schluck- und Gesichtsmuskulatur. Dies kann sich auf die Artikulation, Mimik und, bei falschem Schluckmuster, auf Kieferform und Zahnstellung auswirken. Deshalb findet logopädische Therapie bei myofunktionellen Störungen oft im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung statt.

Sprachentwicklungsstörung

Eine Sprachentwicklungsstörung besteht, wenn sich Sprachproduktion und/oder Sprachverständnis nicht altersgerecht entwickeln. Dies kann im Rahmen einer Krankheit mit weiteren Entwicklungsstörungen oder als isolierte Störung der Sprache ohne erkennbare Ursache auftreten. Eine Sprachentwicklungsstörung wirkt sich in unterschiedlichem Ausmaß auf die Speicherung und den Abruf von Wörtern, auf die semantische Organisation, auf die Entwicklung der Grammatik und der akustischen Differenzierungsfähigkeit für Sprachlaute aus. Betroffene Kinder zeigen in einigen Fällen Auffälligkeiten im Spielverhalten. Nach einer ausführlichen Befunderhebung werden Therapieschwerpunkte festgelegt und geeignete Therapieansätze miteinander kombiniert. Bewährt hat sich die Sprachtherapie nach Zollinger und der Patholinguistische Therapieansatz nach Siegmüller & Kauschke.

Stimmstörung

Das hörbare Merkmal einer Stimmstörungen ist Heiserkeit. Die Stimme ist weniger belastbar und evtl. in der Tonlage verändert. Es können Missempfindungen und Halsschmerzen hinzukommen.

organische Ursachen

  • entzündliche Erkrankungen im Kehlkopf
  • organische Veränderungen im Bereich der Stimmbänder
  • Stimmbandlähmungen
  • Traumtische Veränderungen am Kehlkopf z.B. durch Unfälle
  • Kehlkopfteilresektionen
  • Sonderform: Laryngektomie (Entfernung des gesamten Kehlkopfes) mit vollständigem Verlust der Stimme. Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, eine Ersatzstimme herzustellen.

funktionelle Ursachen

  • Fehlbelastung der Stimme z.B. bei Berufssprechern
  • Veranlagung
  • Stress, Erschöpfung
  • Stimmstörung als psychische Belastungsreaktion

In der Stimmtherapie gibt es eine große Vielfalt an Methoden, die in Abhängigkeit von der zugrundeliegenden Ursache und den Symptomen miteinander kombiniert werden.

Verbale Entwicklungsdyspraxie

Bei einer verbalen Entwicklungsdyspraxie kommt es in unterschiedlichem Ausmaß zu Artikulationsstörungen, die auf eine unzureichende motorische Organisation der Sprechbewegungen zurückzuführen sind. Typische Merkmale sind Anstrengung und Suchbewegungen beim Sprechen sowie inkonsistente Lautbildungsfehler. Verbale Entwicklungsdyspraxien erfordern eine gründliche Diagnostik, da sie sich in vielen Fällen hinter weiteren Symptomen einer Sprachentwicklungsstörung verbergen.

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Dipl.Log. Helen Schreiber

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